Firmengeschichte

1996 Gründung der Antiquariatsbuchhandlung

Das „Antiquariat H. P. Willi“ wird am 1. Januar 1996 mit Sitz in Tübingen, Hintere Grabenstraße 47, gegründet. Eröffnung ist am Samstag, 3. Februar 1996.

Von Anfang an kristallisieren sich folgende Schwerpunkte heraus: Geisteswissenschaften, insbesondere Philosophie und Theologie, sowie Literatur.

Der erste gedruckte Katalog erscheint als kleine Liste zum 26. Mai 1996, dem 20. Todestag Martin Heideggers. Dieser Katalog 1 enthält Bücher von und über Heidegger, viele Erstausgaben und auch signierte Exemplare.

1997 Erste Messeteilnahme

Schon bald nimmt H. P. Willi als Aussteller auf Antiquariats-messen teil: zuerst 1997 in Leipzig. Es folgen in den nächsten Jahren Messen in Hamburg (Quod Libet), Düsseldorf, Wien und Ludwigsburg (Antiquaria).

Zur Antiquariatsmesse in Leipzig erscheint im März 1997 der Katalog 2 mit seltenen und wertvollen Büchern; Katalog 3 folgt im Herbst zur Quod Libet in Hamburg.

1998 Katalog „500 Jahre Buchdruck in Tübingen“

Zum 500-jährigen Buchdruckjubiläum am 24. März 1998 legt H. P. Willi seinen Katalog 4 vor, in dem 500 Bücher dokumentiert und angeboten werden, die in Tübingen gedruckt bzw. verlegt wurden (vom ersten in Tübingen gedruckten Buch über Erstausgaben so berühmter Bücher wie Reuchlins Augenspiegel, Nauklers Weltchronik und Hölderlins Gedichte bis hin zur Tübinger Buchproduktion im 20. Jahrhundert). Dieser Katalog wird 1998 im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels („Aus dem Antiquariat“ 5-1998, S. A371-374) von dem Verleger Helmut Buske ausführlich besprochen; auch im Feuilleton der ZEIT ist dazu ein Artikel zu lesen.

Das Titelblatt von Reuchlins „Augenspiegel“ (Tübingen 1511) avanciert zum Signet / Logo von H.P.Willi.

1999 Umzug in die Wilhelmstraße 8 – Buchhandlung & Verlag

Nach drei Jahren, zum 1. Januar 1999, erfolgt der Umzug in die Wilhelmstraße 8 in Tübingen.

In der besseren Lage und auf der doppelt so großen Fläche wie bisher, verteilt auf zwei Räume, kommt zu dem Handel mit dem antiquarischen auch der Handel mit dem neuen Buch hinzu.

Mit dem 1999 erschienen Reprint der Sämtlichen Werke Johann Georg Hamanns wird H. P. Willi auch verlegerisch tätig. Die Neuausgabe Hamanns wird im selben Jahr in der FAZ (von Roland Kany) und in der ZEIT (von Günter Figal) besprochen; es folgen weitere Besprechungen in Zeitungen und Fachzeitschriften.

2000 Internet-Auftritt

Nachdem H. P. Willi seit Herbst 1999 antiquarische Titel auch über das zvab (= Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher) im Internet anbietet, entsteht im Jahr darauf die eigene homepage. Das Internet erweist sich mit seiner weltweiten Vernetzung und Recherchemöglichkeit als ideales Medium des spezialisierten Antiquariats- und Fachbuchhandels.

Erste Teilnahme als Aussteller an der Antiquariatsmesse in Ludwigsburg (Antiquaria).

2001 Einreichung der Doktorarbeit

H. P. Willi schließt seine Doktorarbeit ab und reicht sie im Herbst 2001 ein.

2002 Promotion

Die evangelisch-theologische Fakultät der Universität Tübingen promoviert H. P. Willi im Juli 2002 zum Dr. theol.

2003 Dissertation erscheint als Buch

Die von Prof. Dr. Eberhard Jüngel betreute Dissertation H. P. Willis erscheint im Juni 2003 unter dem Titel „Unbegreifliche Sünde. Die christliche Lehre von der Sünde als Theorie der Freiheit bei Julius Müller (1801-1878). Mit einem Anhang der Tagebuchnotizen Kierkegaards über die Sündenlehre von Julius Müller“ als Band 122 der „Theologischen Bibliothek Töpelmann“ im Verlag Walter de Gruyter, Berlin und New York.

2004 Besuch von Jürgen Habermas

Im Juni 2004 kommt Jürgen Habermas anläßlich eines Vortrags nach Tübingen und besucht bei dieser Gelegenheit auch die Buchhandlung H. P. Willi zu einer Signierstunde.

Eine erste Rezension der Dissertation von H. P. Willi kommt in der „Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte“ heraus (Jahrgang 2004, Band 11, Heft 2, S. 311-321); Verfasser ist Gunther Wenz (München).

2005 Artikel im Literaturblatt

Im „literaturblatt für Baden und Württemberg“ Heft 5-2005 (September/Oktober) wird die Buchhandlung H. P. Willi als eine der Partnerbuchhandlungen des „literaturblatts“ vorgestellt (Seite 22).

Am 16. November 2005 gedenkt die Buchhandlung H. P. Willi mit einer Veranstaltung im Schlatterhaus des 150. Todestages von Sören Kierkegaard (11.11.1855): Dr. Tim Hagemann liest vor gut 60 Gästen aus den Tagebüchern Kierkegaards. – Seit Jahren trifft sich in den Räumen der Buchhandlung H. P. Willi auch ein Kreis, in dem Texte von Sören Kierkegaard gelesen und diskutiert werden.

2006 Zehnjähriges Geschäftsjubiläum

Antiquariat, Buchhandlung & Verlag H. P. Willi feiert am 1.1.2006 (Gründung) bzw. am 3.2.2006 (Eröffnung) das 10-jährige Firmenjubiläum.

Im Januar und April erscheinen zwei weitere Rezensionen der Dissertation H. P. Willis: in der „Theologischen Literaturzeitung“ (131. Jahrgang 2006, Heft 1 Januar 2006, Spalte 68-71) von Mareike Reinwald (Essen) und in den „Theologischen Beiträgen“ (37. Jahrgang 2006, Heft 2, Seite 104-105) von Jürgen Boomgaarden (Marburg).

Am 17.7.2006 hält H. P. Willi im Evangelischen Stift zu Tübingen den Vortrag: „Des vielen Büchermachens ist kein Ende – Theologische Literatur im Spannungsfeld von Wissenschaft und Ökonomie“. Dieser Vortrag ist als kleines Heft (Privatdruck) erschienen und kann bei uns angefordert werden.

Nachtmagazin 17.11.2006ARD, Nachtmagazin, 17.11.2006 (Beitrag zum „Tag der Philosophie“ von Volker Schwenck)

 

 

 

 

 

 

 

2007

Als Aussteller Ende Januar 2007 auf der 21. Antiquaria in Ludwigsburg (bisher hat H. P. Willi dort insgesamt achtmal ausgestellt).

Der Aufsatz „Magnificare peccatum – Julius Müllers Beitrag zur christlichen Lehre von der Sünde“ erscheint in: Theologische Beiträge, 38. Jahrgang 2007,´Heft 2 (April 2007), Seite 77-93. Darin faßt H. P. Willi die Thesen seiner Dissertation zusammen.

2010 – 2011 Fünfhundert-Jahr-Feier von Reuchlins Augenspiegel 1510-1511

Vor 500 Jahren schrieb Johannes Reuchlins sein Gutachten für den Kaiser (1510), das ein Jahr später zusammen mit anderen Texten von Reuchlin unter dem Titel „Augenspiegel“ in Tübingen von Thomas Anshelm gedruckt wurde (1511). DIE ZEIT bringt dazu in ihrer Ausgabe vom 5.1.2011 einen ganzseitigen Artikel von Peter Wortsman (Nr. 2, Seite 16). Zur Frankfurter Buchmesse 2011 veröffentlicht Heike Schmoll einen ebenfalls ganzseitigen Artikel in der FAZ. Auch das Schwäbische Tagblatt druckt einen ganzseitigen Beitrag ab; Verfasser ist Wilhelm Triebold. Zum Jubiläum publiziert H.P.Willi im eigenen Verlag eine Schrift über „Reuchlin im Streit um die Bücher der Juden“. Die Stadt Tübingen benennt eine Straße nach Johannes Reuchlin. Die Universität Tübingen ehrt Reuchlin mit einer Ringvorlesung im Wintersemester 2011-2012, die von H.P.Willi angeregt und von Prof. Dr. Sönke Lorenz organisiert und mit großartigem Einsatz durchgeführt wurde (das Buch dazu erscheint 2013).

2012 Artikel im Buchreport, Relaunch der Homepage

Im August 2012 erscheint im Buchreport-Magazin ein 4-seitiger Artikel über die Buchhandlung H.P.Willi unter der Überschrift „Gute Fachgespräche neben der Rennstrecke“ (Seite 24-27). Der Bericht, dessen Autorin Maria Ebert ist, fügt sich ein in die Buchreport-Reihe „Meine Buchhandlung“ und ist auf Empfehlung von Verleger Georg Siebeck entstanden.
Außerdem erfolgt im August 2012 ein Relaunch der homepage www.hpwilli.de – mit tausend Dank an Markus Siepmann!

2015  „Veritas hebraica“ – Johannes Reuchlin als Hebraist

Ende 2015 erscheint von H.P.Willi der Aufsatz „>Veritas hebraica< – Johannes Reuchlin als Hebraist“ in der Festschrift: Thorsten Dietz und Norbert Schmidt (Hrsg.), Wort – Wahrheit – Wirklichkeit, Beiträge zum Gespräch mit Heinzpeter Hempelmann, Gießen 2015, Seite 127-158.

2016  Zwanzigjähriges Geschäftsjubiläum

Antiquariat, Buchhandlung & Verlag H. P. Willi feiert am 1.1.2016 (Gründung) bzw. am 3.2.2016 (Eröffnung) das 20-jährige Firmenjubiläum.

Das Deutschlandradio Kultur sendet am 22.04.2016 Leseempfehlungen von H.P.Willi zu Platon (Politeia), Augustinus (Confessiones), Kierkegaard (Entweder – Oder). Unter „Blog“ kann dieses Interview hier heruntergeladen und angehört werden.

Jan Snela veröffentlicht im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels Nr. 37 am 15.9.2016 auf Seite 33 unter dem Titel „Eine von Feiningers Kathedralen“ einen Text über seine „Lieblingsbuchhandlung“ H.P. Willi (der Text ist mit freundlicher Genehmigung des Verfassers und des Börsenvereins auf dieser Homepage nachzulesen). Jan, Snela, 1980 in München geboren, studierte Komparatistik, Slawistik und Rhetorik in München und Tübingen. Für die Titelgeschichte aus seinem im Frühjahr 2016 erschienenen Erzählband „Milchgesicht“ (Klett Cotta) ist er beim Open Mike-Wettbewerb prämiert worden.

2017  „Ein Vater neuer Zeit“: Reuchlin, die Juden und die Reformation

Im Jahr 2017 wird das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation gefeiert. H. P. Willi beteiligt sich in mehrfacher Hinsicht.

Anfang 2017 wurde H. P. Willi vom Tübinger Stadtmuseum kontaktiert, als man dort mit den Planungen für die Ausstellung „Ein Vater neuer Zeit“ – Reuchlin, die Juden und die Reformation beginnen wollte. H. P. Willi hat gerne die Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung, die ein offizieller Beitrag der Stadt Tübingen zum Reformationsjubiläum 2017 war und von Oktober 2017 bis Februar 2018 zu sehen war, aktiv begleitet. Er schrieb einen Beitrag für den Ausstellungskatalog: Hans-Peter Willi, Reuchlins Augenspiegel (1511) – ein Manifest für Recht, Freiheit und Toleranz; in: Robert, Jörg/Blattner, Evamarie/Ratzeburg, Wiebke (Hg.): „Ein Vater neuer Zeit“ – Reuchlin, die Juden und die Reformation. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum Tübingen (Tübinger Kataloge Nr. 104), Tübingen 2017 (ISBN 978-3-941818-33-0), S. 183-197. Laut Information des Stadtmuseums wurde die Ausstellung insgesamt von 6830 Personen besucht (in 4 Monaten). Der Katalog ist bei uns erhältlich (solange Vorrat reicht).

H. P. Willi beteiligt sich an der Reformations- und Martin-Luther-King-Ausstellung in der Tübinger Kreuzkirche (Baptisten), die im Frühjahr 2017 stattfand. Höhepunkte waren ein Gottesdienst zum Gedenken an den Todestag von Martin Luther King am 4.4.2017 und eine Lesung und Buchvorstellung mit Büchern von und über Martin Luther King am 31.3.2017.

Im Frühjahr 2017 nimmt der Knesebeck Verlag mit H. P. Willi Kontakt auf wegen des Vorhabens, in einem Buch zu seinem 30-Jahr-Jubiläum „Meine schöne Buchhandlung“ auch die Buchhandlung H. P. Willi in Bild (Fotos von Andreas Licht) und Text (Maria Platte) zu vozustellen. Das 4-seitige Porträt trägt den Titel „Ein eigener Kosmos“ – „Die gelehrte Buchhandlung in der Universitätsstadt“ (Oktober 2017, ISBN 978-3-95728-107-4). Insgesamt werden in dem Buch 35 Buchhandlungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gewürdigt.

Katherine Adams (Studentin aus den USA, zu einem Sommer-Sprachkurs 2017 in Tübingen) schrieb in ihrem Erfahrungsbericht, der am 25.8.2017 im Schwäbischen Tagblatt veröffentlicht wurde: „Ich bin zwei- oder dreimal zu H.P. Willis Buchhandlung gegangen … Diese Atmosphäre mit Wänden voller Bücher empfand ich ähnlich wie in Hermann Hesses alter Buchhandlung, die ich auch besucht habe. Ich habe mir vorgestellt, der Willi-Buchhändler wäre ein moderner Hesse. Bei Willi kam manchmal jemand herein und hielt eine kleine Vorlesung. >… und Levinas hat den Anderen divinisiert<, dozierte einer …“.

In der Evangelischen Martinskirche Tübingen fand im Herbst 2017 eine Ausstellung des Tübinger Künstlers Prof. Dr. Axel von Criegern statt: mit dem Bilderzyklus „Augenspiegel.2017“. Diese Ausstellung wurde begleitet von einer Vortragsreihe zum Reformationsjubiläum. H. P. Willi war von dem Organisator Pfarrer Christoph Cless eingeladen, am Abend der Ausstellungseröffnung (12.10.2017) einen Vortrag zu halten, der dann 2018 auch veröffentlicht wurde: „Reuchlin und die veritas hebraica“. – Zum Künstler: https://axel-von-criegern.de/

Dorothee Hermann schrieb anlässlich des Erscheinens des Knesebeck-Buches ein sehr schönes Porträt der Buchhandlung H. P. Willi und ihres Inhabers. Es erschien am 19.12.2017 unter der Überschrift „Lektüre für den Morgen und Lektüre für den Abend“ auf der Tübingen-Seite im Schwäbischen Tagblatt (mit einem Bild von Andreas Licht).

2018  Podiumsdiskussion – Reuchlin in den „Theologischen Beiträgen“ und im „Konkursbuch Bücher“

Am 1.2.2018: Podiumsdiskussion „Reuchlin und kein Ende“ im Tübinger Stadtmuseum mit zahlreichen Besuchern. Es diskutierten: Prof. Dr. Sigrid Hirbodian (Universität Tübingen, Landeskunde), Dr. Christoph Timm (Reuchlin Beauftragter der Stadt Pforzheim), Ruth Schiebel (Studentin der Katholischen Theologie), Dr. Hans-Peter Willi. Moderation: Prof. Dr. Matthias Morgenstern (Universität Tübingen, Evangelische Theologie, Judaistik).

Der am 12.10.2017 in der Tübinger Martinskirche gehaltene Vortrag erscheint in der Druckfassung in den Theologischen Beiträgen (Heft 2, April 2018, S. 88-101): Reuchlin und die veritas hebraica. Wie „Deutschlands erster Humanist“ die hebräische Sprache erforschte und für das Recht der Juden eintrat.

Zum 40-jährigen Jubiläum des Tübinger „konkursbuch Verlages Claudia Gehrke“ erscheint im Juni 2018 das Konkursbuch Nr. 55 „Über Bücher“. Die ersten 666 Exemplare sind nummeriert und von der Verlegerin signiert. Auf den Seiten 210-216 beantwortet H. P. Willi die Frage, wie er dazu gekommen ist, als Logo seiner Buchhandlung das Titelblatt einer mehr als 500 Jahre alten Schrift auszuwählen: Reuchlins Augenspiegel. Damit reiht er sich in die Schar der zahlreichen Gratulanten ein, die in diesem Konkursbuch vertreten sind.

Heute

Heute versteht sich H. P. Willi als Fachbuchhandlung für Geisteswissenschaften (v.a. Philosophie, Theologie, Geschichte, Judaica sowie verwandte Gebiete) und Literatur. Auf diesen Gebieten wird das ganze Spektrum angeboten: Neue Bücher (neben den Neuerscheinungen ein in die Breite und Tiefe gehendes Sortiment), Modernes Antiquariat (Sonderausgaben, preisreduzierte Bücher) und – heute eher im Hintergrund – das „klassische“ Antiquariat.

 

 

Adresse und Öffnungszeiten

Unsere Adresse:

H. P. W i l l i
Antiquariat, Buchhandlung & Verlag
Wilhelmstr. 8
D – 72074 Tübingen
Deutschland

Telefon: ++49-7071-24398
E-Mail: hpwilli@t-online.de

Unsere Öffnungszeiten:

Montags bis Freitags 10 – 18 Uhr
Samstags 10 – 14 Uhr

Hier geht es zum elektronischen Katalog der Buchhandlung H.P. Willi.

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